Artikel aus 2026
Das Wiederaufleben der Bücheler Tiefflüge sorgt für immer mehr Aufregung bei Mensch und Tier
Aus Wiebelskirchen: Heute um 15:11 Uhr und 15:22 Uhr habe ich mich telefonisch bei der Bundesluftwaffe für die Nachmittagsunterhaltung bedankt. Der erste Anruf galt nur einem schwarzen Dreieck, das durch die Baumkronen zu erkennen war: schwarz, tief, laut! Dass sich dieses Ungetüm hier noch weiter austoben sollte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Nachmittagstour mit dem Hund ging weiter. Und als wir dann auf dem Feld waren sahen wir ihn: sehr tief, ultra laut, in Ost-West-Richtung. Zum Glück war der Hund an der Leine, mit angstvoll aufgerissenen Augen, zitterndem Körper. Der Tiefflieger gab jetzt alles: Runde um Runde. Der Anruf bei der FLIZ ergab, dass zwei Tornados an den Polygonen trainieren. Man habe zwar schon versucht, die Polygone auch anderswo einzusetzen, da man ja von der übermäßigen Belastung hier wisse, was aber von der Truppe „nicht angenommen“ wurde, Aber dieser Eintrag meiner Beschwerde zieht jetzt eine Untersuchung nach sich, ob alle Regeln und Gesetze eingehalten wurden. Wer’s glaubt, wird selig. Und weiter geht die Geldverbrennung!
Anm. d. Red.: Man weiß bei der Bundeswehr sehr gut, dass die Kampfjetpiloten es hier übertreiben, lässt sie aber einfach weitermachen, weil sie Maßnahmen zur gerechteren Verteilung des Lärms „nicht annehmen“. Wen erinnert das an einen verzogenen Bengel, den die Oma machen lässt, was er will?
Zum Archiv mit allen Artikeln